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01.04.2008 - Gentech-Raps: Monsanto gibt nach (Junge Welt 26.3.2008)



Saatgutmulti Monsanto räumt Verantwortung für Kontamination auf Feldern von kanadischem Landwirt ein

In einer außergerichtlichen Einigung zwischen dem kanadischen Landwirt Percy Schmeiser und Monsanto hat der Saatgutkonzern am vergangenen Mittwoch seine Verantwortung für die gentechnische Kontamination von Schmeisers Rapsfelder eingeräumt. Dies hatten Gentechnikgegner von der Kampagne »Gendreck weg« vor Ostern mitgeteilt. Der Kanadier gilt weltweit als eine der Symbolfiguren im Kampf gegen den Anbau gentechnisch manipulierter Pflanzen. Bekannt wurde er, als der US-Konzern Monsanto von ihm Schadensersatz eingeklagt hatte, nachdem Schmeisers Felder 1998 durch gentechnisch verändertes Saatgut verunreinigt worden waren. In dem damaligen Rechtsstreit hatte der Oberste Gerichtshof Kanadas die Rechtmäßigkeit des Patentschutzes auf die Genpflanzen Monsantos anerkannt, gleichzeitig die Frage nach der Rechtmäßigkeit der Patentierbarkeit von Lebensformen an das kanadische Parlament zur Neubewertung überwiesen. Diese Entscheidung des Parlaments in Ottawa steht bis heute aus.

Doch der Landwirt konnte einen Teilerfolg erzielen. Da er damals nachweisen konnte, daß er weder gentechnisch verändertes Saatgut von Monsanto noch das zu diesem Saatgut gehörige Totalherbizid Roundup Ready verwendete, und er keinerlei Vorteile aus der Verunreinigung seiner Ernte ziehen konnte, wurde er von Schadenersatzforderungen Monsantos freigesprochen. Im Jahre 2005 fand Schmeiser erneut Monsanto-Rapspflanzen auf seinen Feldern. Er benachrichtigte den Konzern und verlangte, daß der die Pflanzen entferne. Monsanto bestätigte Schmeiser gegenüber schriftlich, daß es sich um Roundup Ready Raps handle und dieser Eigentum von Monsanto sei. Schmeiser nahm auf das bestehende Urteil Bezug, wonach der Besitzer einer Pflanze auch für die Schäden, die durch Kontamination verursacht wurden, haftbar gemacht werden müsse und ließ die Pflanzen professionell entfernen. Danach schickte er dem Konzern die Rechnung.

Monsanto war jedoch zunächst nicht bereit, die Rechnung über 660 Dollar zu zahlen. Daraufhin verklagte Schmeiser die Firma. Monsanto wollte Schmeisers Angaben zufolge nur unter der Auflage den Schaden bezahlen, daß der Landwirt eine Schweigevereinbarung über die Sache unterzeichnet. Dies hatte er abgelehnt.

Eine Stunde vor der auf 19. März terminierte Gerichtsverhandlung akzeptierte Monsanto plötzlich sämtliche Forderungen Schmeisers und räumte die Verantwortung für die Kontamina¬tion auf dessen Feldern ein. Der Konzern bezahlt nicht nur den Schaden, sondern akzeptiert auch, daß Schmeiser über die genauen Hintergründe öffentlich berichtet. Nach Auffassung von Gentech-Gegnern öffnet dieses Eingeständnis betroffenen Bauern auf der ganzen Welt den Weg für Schadenersatzforderungen an Monsanto.

(junge Welt, 26.3.2008)


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