Home
Wir über uns
Gesetzeslage
Unterstützer
Kontakt


Aktuelles

Weltweit Sachsen-Anhalt


23.04.2008 - Leserbrief an Volksstimme Magdeburg - Antwort auf Leserbrief vom InnoPlanta e.V. Sprecher Karl-Friedrich Kaufmann



Redaktion Volksstimme

Leserbrief
„Denen geht es in erster Linie um Gewinnmaximierung…

Zu Volksstimme: Bundeslandwirtschaftsminister attackiert Nahrungsmittelkonzerne 21.4. und Leserbrief v. 22.4. von InnoPlanta-Sprecher Karl-Friedrich Kaufmann "Pflanzenzüchtung ist ein ständiger Prozess" als Antwort auf den Leserbrief der IGHZ vom 11.4. Genpflanzen -Bitterer Beigeschmack

… und nicht um die Versorgung der Menschen. Wir brauchen keine industrielle, sondern ein bäuerliche Landwirtschaft´“, so Minister Seehofer. Er verwies zu Recht auf Prognosen nach denen Futtermittel um 600 % steigen sollen, aufgrund der Futtermittelknappheit. Dahinter steht das Interesse der Konzerne, ihren genveränderten Sojamais zu verkaufen“, so Seehofer.
Wenn uns dann dieselben Konzerne vermitteln wollen, dass es ihnen auf einmal um Ernährungssicherung geht und diese in der Zukunft nur mit Gentechnik zu lösen sein wird, dann kommt ja wohl jeder normal denkende Bürger ins Staunen. Die Anwendung dieser Risikotechnologie im großen Maßstab wird zu Lasten bäuerlicher Betriebe gehen und zu einer weiteren Industriealisierung in der Landwirtschaft führen. Einige ganz wenige Großkonzerne beherrschen den Markt, so auch Monsanto. Merkwürdig, dass wir in Sachsen-Anhalt gerade Monsanto-Mais testen, Monsanto-Rüben usw.
. Das Unkrautvernichtungsmittel Roundup von Monsanto ist keineswegs so unumstritten wie gesagt. Im Gegenteil . Monsanto entwickelte es 1974 „Entgegen der Werbung von Monsanto gilt Roundup als hochgiftig und krebsfördernd. Um das Herbizid auf dem Markt zu halten, unterdrückte Monsanto Gutachten, erpresste unabhängige Wissenschaftler, erwirkte ihre Entlassung (z.B. aus der US-Food-and-Drug-Administration und aus Forschungsinstituten weltweit) und hievte umgekehrt Monsanto-Mitarbeiter in die Kontrollbehörden“ (Arte Doku über Monsanto Mit Gift und Genen von Marie-Monique Robin – Taz.de 11.3.08, Helmut Höge)
Zur Aussage´´ mit den heutigen Möglichkeiten der Wissenschaft ist eine ganz gezielte Genübertragung zwischen Pflanzen möglich“, sagte vor kurzem Professor Hans-Hinrich Kaatz von der Martin-Luther-Universität Halle etwas ganz anderes. „Aber wir befinden uns im Steinzeitalter der Gentechnik, beschrieb er die derzeitige Methode, bei der der Einbau eines fremden Gens nicht zielgerichtet an einer bestimmten Stelle im Erbgut erfolgt. Die Wissenschaft weiß eigentlich noch viel zu wenig und somit überwiegen aus meiner Sicht die Risiken“, fasste er zusammen (VS 14.3.08).
Auch der Präsident des Landvolkverbandes Kurt-Henning Klamroth kritisiert, dass mit dem Einsatz der Gentechnologie die Landwirte abhängig werden von Agrarindustriekonzernen, von deren Saatgut und den dazugehörigen Pflanzenschutzmitteln. Das Landwirtprivileg , vom eigenen Saatgut einen Teil für die Aussaat im kommenden Jahr abzunehmen, werde verwirkt. „Sachsen-Anhalt habe einen der besten Böden weltweit für Weizenanbau. Wir müssen mit dem Pfund wuchern, gentechnikfrei zu sein!“ so Kurt-Henning Klamroth. Auch sieht er die mittelständischen Züchtungsunternehmen in Sachsen-Anhalt stark gefährdet, da eine Verlagerung der Züchtung in Großkonzerne erfolgen werde. Eine Koexistenz zwischen Gentechnikfeldern und konventionellen sei in der Praxis unmöglich. (Volksstimme Halberstadt 9.4.08) Im Gegensatz zum Landesbauernverband ist das Leitbild des Landvolkverbandes der eigentumsorientierte bäuerliche Betrieb. Diese landwirtschaftlichen Einzelunternehmen bewirtschaften mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Fläche in Sachsen-Anhalt.
Zusammenfassend muss gesagt werden, dass die Anwendung der Gentechnologie in der Landwirtschaft unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Bedingungen und wissenschaftlichen Voraussetzungen für uns alle zu einem Russisch Roulette werden kann. Müssen wir dieses Risiko eingehen?

Interessengemeinschaft Gentechnikfreie Landwirtschaft Harzkreis (IGHZ)
Klaus Laßmann Anwalt und Sprecher IGHZ


Unterstützer

  Janett Rehmann
Angestellte
Halberstadt
Fast 80 % der Bevölkerung lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Ich gehöre auch dazu. Es gibt keinen zwingenden Grund, Gentechnik in der ... [mehr]



Aktuelle Aktionen der Interessengemeinschaft

  - 12.05.2014

Buchlesung Buchhandlung Schönherr Filiale Bengsch...[mehr]

 
  - 27.10.2011

Pressemitteilung - Kreistag beschließt Austritt des Harzkreises aus Verein InnoPlanta e.V....[mehr]

 
  - 25.10.2011

Brief an Kreisräte - Austritt des Harzkreises aus dem Verein InnoPlanta...[mehr]

 



Weiterführende Links

  - www.umweltinstitut-muenchen.de

- www.keine-gentechnik.de

- www.gentechnikfreie-regionen.de

- www.standortregister.de

Copyright © 2007-2011 Christian Held

Home | Wir über uns | Aktuelles | Gesetzeslage | Unterstützer | Kontakt | Impressum